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Politische Positionen der Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern

Die Architektenkammer M-V veröffentlicht ihre Forderungen an die Landespolitik Mecklenburg-Vorpommerns für die Legislatur 2021-2026:
Im Fokus der aktuellen politischen Positionen stehen das baukulturelle Erbe, die einzigartigen Landschaftsräume und natürlich das aktuelle Baugeschehen in Mecklenburg-Vorpommern.
Alle acht Positionen und deren Forderungen können Sie hier nachlesen.

Wohnungsbau

Der Wohnungsbau ist nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern einer der zentralen Entwicklungsschwerpunkte der Stadtentwicklung. Dabei ist parallel zu einer weiter zunehmenden Verdichtung in den Städten eine starke Veränderung der Bedürfnisse und Angebote im ländlichen Raum wahrzunehmen. Wie reagieren wir darauf?

Derzeit verändern sich die Lebensmodelle zusätzlich zugunsten einer stärkeren Verbindung zwischen Arbeit und Wohnen. Pandemien und Klimawandel beeinflus- sen unser Zusammenleben nachhaltig. Müssen wir angesichts der Baulandverknappung und veränderter gesellschaftlicher Ansprüche das Wohnen auch in unserem Flächenland neu denken? Eine nachhaltige Bauland- und Bodenpolitik über kommunale Grenzen hinaus ist dabei zwingend notwendig.

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Schul- und Bildungsbauten

New Work oder Old School? Wie sehen die Unterrichtskonzepte der Zukunft aus und welche Räume werden überhaupt noch gebraucht? Wie haben sich die Anforderungen an moderne Schulbauten im Zuge von Inklusion und Teilhabe verändert?

Architektur schafft den Raum für die Entwicklung des Lernens und prägt damit die nachfolgenden Generationen. Es bedarf daher einer gezielten Offensive der Bildungspolitik, baukulturelle Qualitätsanforderungen für die Bauten im Bildungssystem zu definieren und mit den Anforderungen anderer gesetzlicher Grundlagen, wie z. B. mit Arbeitsschutzrichtlinien oder der Landesbauordnung, abzustimmen. Die koordinierte Entwicklung eines Leitfadens zur „Schule 2.0 – Wie weiter lernen?“ ist wünschenswert.

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Bauen im ländlichen Raum

Mecklenburg-Vorpommern wird dominiert durch einen unverwechselbaren ländlichen Raum mit vielfältigen Chancen und Herausforderungen. Der ländliche Raum bietet Perspektiven, die Basis dafür ist jedoch eine vorausschauende Daseinsvorsorge.

Es wird wieder vermehrt gebaut in Mecklenburg-Vorpommern, auch „auf dem Lande“. Hier, in den Dörfern und Kleinstädten unseres Bundeslandes, den ländlichen Regionen, findet sich ein wertvolles baukulturelles Erbe und eine reiche Kulturlandschaft. Dafür benötigen wir Strukturen, die helfen, erhaltenswerte Gebäude zu bewahren und die Orte mit maßstäblichem Siedlungsbau, Infrastruktur und zeitgenössischer Architektur zukunftsfähig zu gestalten. Der erprobte „Werkzeugkasten“ der Stadterneuerung kann dabei Vorbild sein.

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Baukultur und Tourismus

Mecklenburg-Vorpommern ist das „Tourismusland Nr. 1“. Das bietet Chancen und spannende Perspektiven, erwartet wird aber auch verantwortliches Handeln im Hinblick auf Siedlungs- und Erschließungsstruktur, Qualität der Beherbergungsanlagen und touristischer Infrastruktur.

Die Verknüpfung der Potenziale von Baukultur und Tourismus geht weit über disen Zusammenhang hinaus und betrifft nicht nur Tourismus als Wirtschaftszweig, sondern Mecklenburg-Vorpommern auch als Land zum Leben und Arbeiten und ist damit ein bedeutsamer und gewichtiger Standortfaktor im Wettbewerb der Regionen. Für das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern bedeutet das, dass das gesamte Land ein hohes baukulturelles Niveau bei den touristischen Angeboten benötigt, bzw. das Bemühen um Baukultur im gesamten Land für Gäste und Einheimische spürbar sein muss, auch in der Gestaltung alltäglicher Vorhaben im Privaten und der öffentlichen Hand.

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Nachwuchsförderung planender Berufe

Das Berufsbild des Architekten ist einem Wandel unterzogen. Darauf muss die Architektenausbildung reagieren und curriculare Anpassungen aktiv vornehmen.

Neben der Ausbildung von angehenden Planerinnen und Planern müssen entsprechende Rahmenbedingungen für auskömmliche und attraktive Arbeitsplätze für Architektinnen und Architekten in den Planungsbüros und der Verwaltung in Mecklenburg-Vorpommern geschaffen werden. Denn Qualitätssicherung fängt an den Hochschulen an. Wie kann eine qualitativ hochwertige Ausbildung sichergestellt werden und was muss dafür unternommen werden? Ein weiterer Aspekt ist das Thema Zukunftsperspektiven in unserem Bundesland beim Berufseinstieg.

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Baukulturförderung und Netzwerk Baukultur

In Mecklenburg-Vorpommern sind aufgrund der räumlichen Struktur Vernetzung und Zusammenarbeit in der Baukultur besondere Herausforderungen und erfordern die Unterstützung des Landes. Es ist eine handlungsfähige Plattform notwendig, die alle Baukulturakteure vernetzt, landesspezifische Themen der Baukultur aufgreift und die lokale und regionale Diskussion unterstützt.

Seit Jahren gibt es in Mecklenburg-Vorpommern vielfältige Aktivitäten und Akteure im Kontext Baukultur und z. B. in den größeren Städten wie Rostock, Schwerin oder Stralsund auch entsprechende Beiräte und Gremien. Allerdings ist es in den kleineren Städten und in vielen ländlich geprägten Siedlungen deutlich schwerer, Aufmerksamkeit für das Thema Baukultur zu erreichen. Doch ist es für unser Land wichtig, die Baukultur auch hier zu fördern und zu entwickeln. Konkrete und lokalspezifische Projekte und Themen müssen öffentlich diskutiert werden, um sie über landschafts- und ortstypische Gestaltungsmerkmale durch neue Entwurfsansätze weiterzuentwickeln. Dieser Diskurs braucht – gerade auch im ländlichen Raum – eine Plattform und fachkundige Unterstützung. Ein landesweites Netzwerk Baukultur braucht viele Beteiligte, dabei ist die Unterstützung des Landes von zentraler Bedeutung.

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Nachhaltiges und ressourcenschonendes Bauen

Nicht erst mit der Bewegung Fridays for Future ist das Thema Nachhaltigkeit und ressourcenschonendes Bauen in der Architektur zu einem wichtigen Thema ge- worden. Nachhaltiges Handeln bedeutet, ökologische, ökonomische und soziale Gesichtspunkte gleichberech- tigt zu berücksichtigen, um nachfolgenden Generatio- nen eine intakte Umwelt und gleiche Lebenschancen hinterlassen zu können.

Dies wird auch für die Architektinnen und Architekten aller Fachrichtungen ange- sichts des Klimawandels und der knapper werdenden Ressourcen immer wichti- ger. Dabei ist es wesentlich, die zur Verfügung stehenden natürlichen Ressourcen bestmöglich unter den Gesichtspunkten von schonender Entnahme, effi zientem Einsatz und Vermeidung von Umweltbelastungen zu verwenden. Diese Grundsätze im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern anzuwenden bedeutet eine große He- rausforderung an die Architektenschaft, aber auch an die Auftragsvergabe und die Logistik, welche durch die nachfolgenden Generationen gemessen werden.
 
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Stadtentwicklung und Städtebau

Städte bilden das Rückgrat der Landesentwicklung in M-V – rund 65 % der Einwohner des Landes wohnen in 84 Städten. Integrierte Stadtentwicklungskonzepte für die unterschiedlichen Stadttypen und Stadtgrößen müssen neuen Entwicklungszielen angepasst und qualifiziert werden.

Die sich verändernden gesellschaftlichen Prozesse eröffnen die Notwendigkeit und die Chance über „Stadt“, über städtische Strukturen und Funktionen neu zu denken. Gerade in den Innenstädten zeichnen sich coronabedingt tiefgreifende Strukturveränderungen ab. Die strategischen Zielsetzungen einer dichten, kompakten und produktiven Stadt mit gut gestalteten, bewohnerfreundlichen Quartieren und öffentlichen Räumen, einer grünen und klimagerechten Stadt mit neuen Verkehrskonzepten sowie eine sozialverträgliche Wohnungs- und Bodenpolitik verlangen neue Leitbilder. Eine hohe städtebauliche und architektonische Qualität in allen Teilbereichen unter- stützt dabei die Attraktivität und Unverwechselbarkeit der Städte.

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