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Bildergalerie: Landeskonvent Baukultur 2018

   
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2. Landeskonvent Baukultur M-V 2018

Landeskonvent Baukultur M-V 2018 verkündet „Stralsunder Erklärung“ mit Forderungen zur Entwicklung der Städte in Mecklenburg-Vorpommern  
Die Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern führte am 29. November 2018 mit 130 Fachleuten den 2. Landeskonvent Baukultur im Stralsunder Rathaus durch. Diskutiert wurde gemeinsam zur Situation und Weiterentwicklung der Städte und des ländlichen Raums in Mecklenburg-Vorpommern.  
Der Konvent hat sich in thematischen Arbeitsgruppen mit den zu erwartenden Veränderungsprozessen aus Sicht zukünftiger baukultureller Ansprüche in den Städten und Dörfern auseinander gesetzt. Im Ergebnis wurde mit der „Stralsunder Erklärung“ ein 10-Punkte-Maßnahmenkatalog verabschiedet.


Joachim Brenncke, Präsident der Architektenkammer M-V zeigte sich erfreut über das große Interesse an dem zweiten Landeskonvent in Stralsund. „Der Konvent ist ein geeignetes Format, um sich mit relevanten Akteuren auf Augenhöhe zur Zukunftsfähigkeit unseres Bundeslandes auszutauschen. Es geht uns dabei insbesondere um architektonische und städtebauliche Fragestellungen, um die Chancen durch Baukultur. Mit der Stralsunder Erklärung wollen wir mit der Politik, den Verwaltungen, mit Planern und Architekten in eine breite öffentliche Diskussion treten“, so der Kammerpräsident.
 
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Programm am Donnerstag, den 29. November 2018

Moderation: Dr. Peter Hajny, Vizepräsident der Architektenkammer M-V

10.00 Uhr
Eröffnung des Landeskonvents
Joachim Brenncke, Präsident Architektenkammer M-V
Baukultur in M-V – Historische Städte in Mecklenburg-Vorpommern im Wandel
Grußworte
Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung M-V
Stadtentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern
Dr. Alexander Badrow, Oberbürgermeister Hansestadt Stralsund
Fachvortrag
Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender Bundesstiftung Baukultur
Baukulturbericht 2018/ 19 „Erbe – Bestand – Zukunft“
12.15 – 13.00 Uhr Mittagspause
13.00 – 15.30 Uhr  
Werkstatt-Tische 1-6 (Die Werkstatt-Tische finden parallel statt.)
15.30 – 16.30 Uhr
Plenum und Schlusswort

Werkstatt-Tische und Erläuterungen

In folgenden sechs Arbeitsgruppen werden unterschiedliche Themenstellungen behandelt. Dies geschieht durch Inputreferate, Darstellung von Best-Practice-Beispielen und moderierten Diskussionsrunden.
Tisch 1: Von der Stadtsanierung zur Stadtentwicklung

Moderation: Jörn Willert, Architekt, STADT + HAUS Architekten und Ingenieure GmbH & Co. KG
25 Jahre behutsame und bestandsorientierte Stadtsanierung haben den Innenstädten einen sichtbaren wirtschaftlichen und baukulturellen Entwicklungsschub gebracht.
Zukünftig werden Neubau-, Erhaltungs- und Entwicklungsaufgaben in anderen Stadträumen mit neuen städtebaulichen, sozialen und ökologischen Schwerpunktsetzungen zu lösen sein.
Ein solcher Paradigmenwechsel erfordert neue zukunftsorientierte Handlungsfelder in der Stadtentwicklung.
Impulsreferate:
Ralph Müller, Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft, Hanse- und Universitätsstadt Rostock
Andreas Thiele, Amt für Stadtentwicklung und Wirtschaft, Landeshauptstadt Schwerin
Gabriele Daedelow, Architektin, Amt für Bau, Umwelt und Wirtschaftsförderung, Stadt Waren/Müritz
Tisch 2: Wer baut die Stadt? Akteure der Stadtentwicklung
Moderation: Robert Erdmann, Architekt, LGE Mecklenburg-Vorpommern GmbH

Ein Garant für die hohe Qualität der Stadterneuerung in Mecklenburg-Vorpommern ist nicht nur die gute finanzielle Ausstattung der Kommunen, sondern die damit verbundene Akteurs-Struktur.
Die Städte und Gemeinden können auf die Unterstützung von Sanierungsträgern, Beauftragten und Rahmenplanern zurückgreifen.
Diese Strukturen sind in Zukunft nicht mehr selbstverständlich.
Um die zukünftigen Herausforderungen der Stadtentwicklung bewältigen zu können, werden in Stadt und Land jedoch weiterhin Akteure benötigt, die die jeweiligen gemeinsamen städtebaulichen Ziele mittragen und Baukultur als Basis ihres Handelns verstehen.
Impulsreferate:
Roland Blank, Wohnungsgenossenschaft Schifffahrt-Hafen e.G.
Ronny Planke, Stadterneuerungsgesellschaft Stralsund mbH
Tisch 3: Leuchtturmprojekte als Steuerungselement städtebaulicher Entwicklungen
Moderation: Petra Kottke, Architektin, Kottke Architekten und Markus Reimann, Architekt, Reimann Architekten
Die kraftvolle Wirkung von Leuchtturmprojekten auf Baukultur und Stadtentwicklung lässt sich in, zahlreichen, meist größeren Kommunen durch erfolgreiche Beispiele belegen. Dieser positive Weg ist auf den in dieser Hinsicht vernachlässigten ländlichen Raum zu übertragen, geeignete Maßnahmen und Begleitung hierfür bereitzustellen.
Auch und im Besonderen durch architektonische Qualität können Leuchtturmprojekte zum Impulsgeber im ländlichen Raum werden.
Impulsreferate:
Herr Eichler, Wasserschloss Quilow/ Groß Polzin, Förderverein Stiftung Kulturerbe im ländlichen Raum M-V e. V.
Dr. Albrecht Pyritz, Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz, Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz gGmbH


Tisch 4: Einfluss bürgerschaftlichen Engagements bei der Stadtentwicklung
Moderation: Ekkehard Wohlgemuth, Architekt, Amt für Planung und Bau, Hansestadt Stralsund
Bürgerschaftliches Engagement bei der Stadtentwicklung setzt die Identifikation der Bürger mit einem Ort und das Vorhandensein von Mitwirkungsmöglichkeiten voraus.
Einerseits erwarten Bürger mehr Mitsprache bei wichtigen Veränderungen, andererseits stellt bürgerschaftliches Engagement vielerorts eher die Ausnahme dar. Bürger sind Experten vor Ort, deren Mitwirkung die Qualität und Akzeptanz von Entwicklungen erhöhen und das kontinuierliche Interesse am Gemeinwesen Stadt fördern kann.
In der Praxis stoßen die Kommunen aber auf erhebliche Schwierigkeiten. Es fehlt an verbindlichen Spielregeln und Qualitätsstandards, an Ressourcen und Kompetenzen, teilweise auch an der Aufgeschlossenheit gegenüber innovativen Mitwirkungsverfahren. Daher stellt sich die Frage: Wie lässt sich eine übergreifende Planungs- und Beteiligungskultur entwickeln?
Impulsreferate:
„Neuer Markt Stralsund“: Ekkehard Wohlgemuth, Architekt, Amt für Planung und Bau, Hansestadt Stralsund
„Mueßer Holz Schwerin“: Jürgen Wörenkämper, Stadtplaner, Soziales Management, Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft eG


Tisch 5: Gesetzliche Regulierung – pro & contra
Moderation: Odett Freiberg, Architektin, Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau mbH (RGS) und Siegmund Flöting, Architekt, A & S GmbH Neubrandenburg architekten . stadtplaner . ingenieure
Wird Stadtentwicklung ausreichend gesetzlich reguliert oder verhindert eine Überregulierung Entwicklungen? (Verfahren, Planungsinstrumente, Förderung, Satzungen...) Wie werden qualitätsvolle Architektur und Stadtentwicklung abgesichert?
(Kleine Städte vs. große Städte)
Impulsreferate:
Odett Freiberg, Architektin, Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau mbH (RGS)
Referent einer kleineren Kommune istangefragt


Tisch 6: Welterbe-Städte – Schutzgebiete oder Entwicklungsräume?
Moderation: Christoph Meyn, Architekt BDA, gmw planungsgesellschaft mbH
Mit der Aufnahme eines Stadtraumes ins WELTERBE richtet sich der Fokus im Besonderen auf die damit verbundenen Potenziale und Risiken für eine künftige Entwicklung. Doch was bedeutet WELTERBE konkret für die baukulturelle (Weiter-)Entwicklung einer Stadt? Lässt diese besondere Aufforderung zum verantwortungsvollen Umgang genug Raum für Veränderungen im Sinne einer lebendigen Fortschreibung der Stadt?
Impulsreferate:
Norbert Huschner, Architekt, Amtsleiter für Welterbe, Tourismus und Kultur, Hansestadt Wismar
Dr. Günther Reinkober, Amt für Bau und Denkmalpflege, Landeshauptstadt Schwerin
Professor Joachim Joedicke, Architekt, Vorsitzender des Stralsunder Gestaltungsbeirates