ONLINE: "Verlust öffentlicher Fördermittel für den Bauherrn" und "Die Technical Due Diligence"


02.12.2022
Uhrzeit: 10:00 bis 11:30 Uhr
Ort: online

Das Online-Seminar ist bei der Architektenkammer M-V mit 2 Fortbildungspunkten anerkannt.

Verlust öffentlicher Fördermittel für den Bauherrn – Haftung und Haftungsfallen für den Architekten
Architekten werden von Bauherren immer häufiger mit der Beantragung öffentlicher Fördermittel beauftragt. Werden die Fördermittel nicht bewilligt und ergeben sich aus der Ablehnung mögliche Fehler des Architekten, wird dieser oftmals auf den entgangenen Fördermittelbetrag in Anspruch genommen. Der Architekt kann mit der Beantragung von Fördermitteln im Rahmen seines Architektenvertrages konfrontiert sein oder aber auch im Rahmen eines separaten Vertrages, etwa als Energieberater. Der Architekt muss also nicht nur die erforderlichen Bedingungen und Förderrichtlinien kennen und den Bauherrn über Vor- und Nachteile der Inanspruchnahme von Fördermitteln, wie etwaige Auflagen und Zweckbindungen, beraten, sondern auch dafür Sorge tragen, dass mit dem Antrag die geforderten Unterlagen rechtzeitig übermittelt werden.
Die Technical Due Diligence und die Haftung des Architekten
Die Due Diligence, wörtlich übersetzt „gebotene Sorgfalt“, wird insbesondere vor einem Unternehmenskauf durchgeführt, um sich der Werthaltigkeit eines Kaufgegenstandes, wie z. B.  einer Immobilie, zu versichern und die erforderlichen Investitionsausgaben (CAPEX-Kosten) zu bewerten. Due Diligence Untersuchungen sind hinsichtlich ihrer inhaltlichen Schwerpunkte zu unterscheiden. Hierzu gehört z. B. die Technical Due Diligence, die von Architekten- und Ingenieurbüros für den Erwerber / Verkäufer von Immobilien zur finanziellen Bewertung des gegenwärtigen technischen Zustands der Immobilie angeboten wird, um Kenntnisse über die Immobilie auf schnelle, unabhängige und kompakte Weise zu erhalten. Bei Übernahme einer Technical Due Diligence muss der Architekt besondere Sorgfalt – insbesondere bei der Prüfung der in einem Datenraum zur Verfügung gestellten Unterlagen sowie der optischen Untersuchung des Objekts – walten lassen, um nicht durch das Übersehen wichtiger Informationen zu einer fehlerhaften Bewertung zu gelangen und damit in eine Haftungsfalle zu geraten. Soweit sich für den Architekten im Rahmen der Prüfungen Fragen ergeben, muss er diese an den Verkäufer stellen und versuchen, eine Klärung herbeizuführen.

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