Liegenschafts- und Kapitalisierungszinssätze in der Immobilienbewertung


09.11.2018
Uhrzeit: 9:00 bis 17:00 Uhr und andereTermine
Ort: Hannover und andere Orte

Das Seminar ist bei der Architektenkammer M-V mit 6,0 Fortbildungsstunden anerkannt.

Die Erwartungen der Marktteilnehmer hinsichtlich der Entwicklung der allgemeinen Ertrags- und Wertverhältnisse auf dem Grundstücksmarkt werden mit dem Liegenschaftszinssatz erfasst. Die Verwendung des angemessenen und nutzungstypischen Liegenschaftszinssatzes (§ 14 Absatz 1 und 3 ImmoWertV) dient insbesondere der Marktanpassung.

Liegenschaftszinssätze werden auf der Grundlage geeigneter Kaufpreise von für die jeweilige Nutzungsart typischen gleichartig bebauten und genutzten Grundstücken und den ihnen entsprechenden Reinerträgen unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Restnutzungsdauer ermittelt. Dafür sind die Gutachterausschüsse durch die Auswertung von Kaufverträgen mit der Ableitung der erforderlichen Daten zuständig. Denn der Gutachterausschuss führt eine Kaufpreissammlung, wertet sie aus und ermittelt Bodenrichtwerte und sonstige zur Wertermittlung erforderlichen Daten.

Für die Transparenz des Grundstücksmarktes ist es also wichtig, aus dem Marktgeschehen vor Ort marktkonforme Liegenschaftszinssätze abzuleiten. Viele Sachverständige operieren dabei mit Zahlen und Vorgaben, die sie aus zugänglichen Quellen übernehmen; das ist notwendig und auch zulässig.

Wenn der Bewertungssachverständige die Angaben des Gutachterausschusses verwendet, unterliegt er der Modellkonformität und muss daher solche Angaben laufend hinterfragen. Während technische Daten wie Normalherstellungskosten oder Indices ständig aktualisiert werden, werden wirtschaftliche Daten, wie der Liegenschaftszinssatz häufig unkritisch und als gegeben hingenommen und angewandt.

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