Die Lösung des Leerstandes in den Wohngebieten am Rande der Stadt fordern Stadtplaner heraus. Ebenso gewinnen hochwertige Quartiere in der Innenstadt und dem Wohnen am Wasser an Bedeutung für eine gesunde soziale Struktur der Stadt.
Im Fokus der Ausführungen des Baudezernenten standen die Entwicklung attraktiver Wohngebiete an den Uferkanten der Stadt und die weiteren Planungen für den Standtort des Küchengartens, der ehemaligen Schlossgärtnerei. Als Beispiel für innerstädtisches Bauen nannte er das im Rahmen der Initiative Neues Wohnen in der Innenstadt aus einem Architektenwettbewerb hervorgegangene neue Schlossquartier, Schlossstraße Ecke Buschstraße (SVZ vom 18. Februar 2010, Seite 13).
Dr. Friedersdorff formulierte deutlich den Wunsch, in den herausfordernden Stadtentwicklungsfragen der nächsten Jahre enger mit den Architekten und Stadtplanern als die Fachplaner in diesen Fragen zusammenarbeiten zu wollen. In die Debatte über zukünftiges Bauen und eine Architektur der Zukunft mögen sich die Architekten der Stadt unbedingt stärker einbringen.
Die Schweriner Architekten wählten im Anschluss an das Gespräch mit dem Baudezernenten einen neuen Sprecherrat, der die Meinung der Architektenschaft Schwerins, zu der sowohl Hochbauarchitekten und Stadtplaner, als auch Landschafts- und Innenarchitekten zählen, in nächster Zeit vertreten wird.
Sprecherrat der Kammergruppe Schwerin:
Architektin Daniela Rathmann
Architekt Stefan Rimpel
Architekt Ralf Wendelken
Fachliche Begleiter des Sprecherrates:
Architekt Friedrich-Karl Curschmann
Architekt Jens-Peter Kasbohm
Die nächste Sitzung der Schweriner Architekten, wird dem Thema der Waisenhausgärten als Möglichkeit der Entwicklung einer städtebaulichen Achse von der Schelfstadt zum Wasser gewidmet werden.
Joachim Brenncke, Präsident der Architektenkammer M-V, begrüßte in einem ersten Statement das berufspolitische Engagement der Schweriner Architekten.
Schwerin, 18.02.2010