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Regionalkonferenzen


Galerie: Regionalkonferenz Ost 21. April 2017 | Schwerin

   
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Regionalkonferenz Ost am 21. April 2017 in Schwerin

v.l.n.r.: Katrin Müller-Hohenstein, Matthias Crone, Prof. Elisabeth Wacker, Joachim Brenncke, Verena Bentele, Manuela Schwesig, Barbara Ettinger-Brinckmann, Martin MüllerInklusiv gestalten – Beitrag der architekten und stadtplaner zu einer inklusiven gesellschaft Regionalkonferenz Nord am 21.04.2017 in Schwerin [Webtext]

Am 21.04.2017 hat die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele gemeinsam mit der Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern und der BAK die vierte und vorerst letzte Regionalkonferenz "Inklusiv gestalten - Ideen und gute Beispiele aus Architektur und Stadtplanung" durchgeführt. Die gut besuchte Veranstaltung mit Interessierten aus Architektenschaft, Behindertenverbänden, Politik und Medien wurde erneut von ZDF Sportjournalistin Katrin Müller-Hohenstein moderiert. 

Der Präsident der Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern, Joachim Brenncke, begrüßte die Teilnehmer und führte aus, dass Architekten und Planer stets für alle Nutzer planen und bauen wollen und ihr Engagement im barrierefreien Bauen mit Baukultur einhergehe. Die Beauftragte der Bundesregierung, Verena Bentele, erläuterte, dass sie als Politikerin viel Überzeugungsarbeit leisten müsse und begrüßte, dass durch die Regionalkonferenzen bereits viele Menschen für das barrierefreie Bauen begeistert werden konnten. Barrierefreiheit sei mehr, als nur die Stufe durch eine Rampe zu ersetzen. Es habe mit Kunst, Kreativität und Mut zu tun. In diesem Sinne verglich sie die Architekten und Planer mit Künstlern, die die Welt ein wenig bunter und barriereärmer machten. 

In ihrem Grußwort sah Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vorrangig die Politik in der Pflicht, um Rahmenbedingungen für bezahlbaren und inklusiven Wohnraum zu schaffen, damit Architekten und Planern mit Kreativität und Fantasie dazu baulichen Lösungen entwickeln können. Eine wichtige Zukunftsaufgabe sei es, Orte zu schaffen, wo alle Menschen gut leben könnten – egal wie alt, ob mit oder ohne Behinderungen, denn Wohnen sei ein Grundbedürfnis des Menschen.

Frau Prof. Dr. Elisabeth Wacker ging in ihrem Impulsvortrag auf die Inklusion aus soziologischer Sicht ein und beleuchtete die zahlreichen Facetten auf dem Weg zu einer  inklusiven und zukunftsfähigen Gesellschaft, bei der das Teilhabeversprechen auf allen Ebenen weitgehend einzulösen sei. Dabei war es ihr wichtig, dass sich nicht die Menschen verändern müssen, sondern die Umgebung, so dass sie zu den Menschen passt.  

Durch die Präsentation von drei gelungenen Beispielen („Best-Practice“) aus den Bereichen Wohnen, Stadtquartier sowie Arbeit und Bildung wurden erneut innovative, interdisziplinäre und intelligente Planungsansätze aus der Praxis gezeigt, die veranschaulichten, welchen Beitrag die Architekten und Stadtplaner zur Inklusion bereits leisten.  

Aus dem Podiumsgespräch ergab sich, dass in Deutschland bereits viele positive Entwicklungen hin zu einer inklusiven Gesellschaft gesehen werden, aber auch Nachholbedarf besteht. Für Verena Bentele ist es aufgrund der eigenen Erfahrungen wichtig, eine stärkere Bewusstseinsbildung herbeizuführen und dafür zu sensibilisieren, dass Barrierefreiheit ein Gewinn für die ganze Gesellschaft darstellt und Schlüssel für eine gleichberechtigte Teilhabe sei. Sie setzt sich für eine umfassende Verpflichtung zum barrierefreien Bauen sowohl im Neubau als auch im Bestand ein. Wenn Inklusion von Anfang an mitgedacht werde, werde das Bauen ihrer Ansicht nach nicht unbedingt teurer. Zudem sollte in die Ausbildung an den Hochschulen weitergehend Barrierefreiheit und Inklusion aufgenommen werden. Sie sieht zukünftig eine hohe Nachfrage nach barrierefreiem Wohnraum und somit auch einen Markt. Vizepräsident Müller sieht in der Inklusion eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die dafür notwendigen Standards müssten allerdings auch gewollt sein – so z. B. bei Bauherren und Auftraggebern der öffentlichen Hand.   

Abschließend richtete BAK-Präsidentin Ettinger-Brinckmann ihren herzlichen Dank an die Beteiligten und lobte die gelungene Kooperation zwischen Politik und Berufsstand. Sie freute sich, dass nach vier Veranstaltungen fast 800 Kolleginnen und Kollegen erreicht werden konnten – an Frau Bentele richtete sie den Wunsch, die Zahl der Multiplikatoren weiter zu erhöhen und die Veranstaltungsreihe im Jahr 2018 fortzusetzen.  

Hinweis: Ein Fazit der Regionalkonferenzen wird im Deutschen Architektenblatt (DAB) Ausgabe Juni 2017 im berufspolitischen Teil erscheinen. Im Technikteil dieser Ausgabe werden anhand ausgewählter Best-Practice-Projekte aus den Regionalkonferenzen einige Besonderheiten zur Barrierefreiheit herausarbeitet. Begleitend zu den Regionalkonferenzen und gefördert durch das BMFSFJ wurde von der Architektenkammer Niedersachsen zusammen mit der BAK ein Handlungsleitfaden als Schulungsmaterial für Bauherren entwickelt, der im 2. Quartal 2017 vorgestellt wird.      

Autor: BAK

Informationen zum Programm am 21.04.2017
Programm als PDF

Informationen zu der bundesweiten Reihe der Regionalkonferenzen "Inklusiv gestalten" unter:
http://www.bak.de/berufspraxis/inklusiv-gestalten-barrierefrei-bauen/


Regionalkonferenz im Landkreis Vorpommern-Rügen

Königliches Pädagogium, Putbus„Vereinbarkeit von Tourismus und Baukultur“
Am 21. Juni 2012 veranstalteten der Landkreis Vorpommern- Rügen und die Architekten- kammer Mecklenburg-Vorpommern eine Regional- konferenz in Putbus auf der Insel Rügen.
Gäste aus Politik, Kommune sowie Architekten aus der Region fanden sich zu Fachvorträgen und Arbeitsgruppen mit abschließender Podiumsdiskussion im Königlichen Pädagogium ein. Die Teilnehmer diskutierten die städtebauliche und regionale Entwicklung, Bauordnung und Planungsinstrumente sowie Architektur und Denkmalpflege auf Rügen und unterzogen diese Themen einer näheren Betrachtung.

Bericht im DAB Regionalteil M-V, 09-2012
12-rk-ruegen-programm.pdf

Regionalkonferenz im Landkreis Müritz

„Baukultur – ein Baustein für die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raumes“
Der Landkreis Müritz und die Architektenkammer Mecklenburg- Vorpommern boten am 29. November 2010 in Waren/ Müritz eine Regionalkonferenz. Es war an diesem 29. November nicht einfach mit der Bahn nach Waren an der Müritz zu kommen.  Die Weite des ländliche Raumes, seine Abgeschiedenheit, aber auch seine immer dünner werdende Besiedlung waren die Themen dieser zweiten Regionalkonferenz Baukultur, die die Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern dieses Mal gemeinsam mit dem Landkreis Müritz in Waren veranstaltete.  

regionalkonferenz-zusammenfassung.pdf