Der Reichstag in Berlin, das einflussreichste Gebäude in Deutschland, steht im Mittelpunkt dieses stilisierten Kurzdokumentarfilms. Aber mehr als das Gebäude, sind es die ausländischen Reinigungskräfte, die jeden Tag das Gebäude reinigen, die im Film wichtig sind. Wie in einem Ballett bewegen sie sich mit ihren gelben Mülleimern und Putzbesen in dem majestätischen, architektonisch streng durchstrukturierten Gebäude. Sie wischen endlose Flure, entstauben Lampenschirme und putzen unzählige Fenster. Im Voice-Over erzählen die Reinigungskräfte von ihrer Arbeit und der Bedeutung des Gebäudes. Während ein Mann enthusiastisch den in einem Boden eingelassenen Text säubert, erklärt er, dass einige der Buchstaben schwieriger als andere zu reinigen sind. Doch zum Verstehen des Textes reichen seine Deutschkenntnisse nicht. Sein Kollege erklärt, auf welcher Ebene die CDU ihre Büros hat und wo die SPD sitzt, doch er sieht zwischen ihnen keinen wirklichen Unterschied. Minimalistische Musik begleitet den Film und die Kamera schwebt entlang der Etagen, in der jede Reinigungskraft arbeitet. Fragen zu Politik und Migration, die der Film auf eine philosophische Art aufwirft, entfalten im Gebäude, dem Zentrum der deutschen Demokratie, eine besondere Resonanz.
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Konzeption, Regie und Kamera: Jan Zabeil
Montage: Florian Miosge
Regieassistenz: Kristof Kannegiesser
Ton und Musik: Uwe Bossenz
Mischung: Uwe Bossenz, Alexander Bruns
Titeldesign: Martin Eichhorn
Herstellungsleitung: Holger Lochau
Mit: Joao Baroso und Nihat Arslan
Produktion: der HFF „Konrad Wolf“ Potsdam-Babelsberg
Festivals und Preise:
achtung Berlin – new Berlin Film Award, Wettbewerb, Bester Kurzfilm
Internationales Filmfest Braunschweig 2007
Interfilm 2007
International Documentary Film Festival Amsterdam 2007
Wettbewerb 23. Internationales Dokumentarfilmfestival München 2008