Schrumpfende Städte, verwaisende Landschaften - bedeutet Leben in ländlichen Regionen Ostdeutschlands ausschließlich Verlust und Niedergang?
Der Film porträtiert 18 Helden des Alltags, die mit außergewöhnlichen Projekten räumliches wie gesellschaftliches „Neuland" betreten. Die streitbare Dokumentation beschreibt schonungslos aktuelle Problemsituationen und stellt individuelle Lösungsansätze vor:
Ein Bürgermeister ruft Kolonisten. Studenten bauen ihre Existenz mit Schnecken auf. Ein Heimkehrer züchtet Bisons. Ein Rechtsanwalt experimentiert mit Geld. Ein Pionier will im toten Kraftwerk eine Brauerei. Ein Bauer kämpft für ein energetisch autarkes Dorf. Eine Kommune zieht in eine leere Puppenfabrik...
Neuland ist ein Film, der Ihrer Fantasie Flügel verleihen könnte!
Eine wesentliche Stärke dieses Films über die Abwanderung und deren Konsequenzen liegt in der scharfsinnigen Analyse, die eine bildstarke Doku hervorbrachte und der beflügelnden Kreativität der 18 Machertypen.
www.neuland-denken.de
Die Filmemacher:
Daniel Kunle
geboren 1972 in Achern
lebt seit 1995 in Berlin
1995-1998 Studium Kulturwissenschaften, Humboldt-Universität Berlin
1998-2004 Studium Experimentelle Mediengestaltung, Universität der Künste Berlin,
bei Heinz Emigholz, Jutta Brückner und Harun Farocki
2004 Abschluss mit besonderem künstlerischem Erfolg
2006 Stipendium der Akademie Schloss Solitude Stuttgart
FILMOGRAFIE
Regie, Kamera, Schnitt:
1999 "avantgarde" (mit Monika Preischl), Interviewfilm, 22"
1999-2002 "a la recherche du temps en loop", Rhythmustrilogie, 9"
2001 "Freie Auswahl" (mit Immo Lüdemann), Dokumentarfilm, 6"
(seit 2005 Bestandteil der DVD "Kurz und gut 2" des Goethe-Instituts)
2002 "land of banality", Dokumentarmusikvideo, 3"
2004 "Nicht-Mehr | Noch-Nicht" (mit Holger Lauinger), Dokumentarfilmessay, 82"
2006 "Grünwald", Rhythmusfilm, 11"
2007 "Neuland" (mit Holger Lauinger) Dokumentarfilm, 75"
einige davon gezeigt auf Festivals und Ausstellungen in Berlin, Dresden, Kassel, Stuttgart,
München, Hannover, Oslo, Nizza, Athen, Izmir, Istanbul, Teheran, Kalkutta, Jakarta, Hongkong,
New York, Bogota, Sao Paolo, Montevideo, u.v.a.
Holger Lauinger
geboren 1971 in Karlsruhe
lebt seit 1994 in Berlin
1989 Gründung der aktivistischen Mediengruppe „Störung", Ettlingen, Baden
1990 Gründung der regionalen Jugendzeitschrift „Albtraum", Ettlingen, Baden
1992 Abitur am Max-Planck-Gymnasium, Karlsruhe, Baden
1992 Gründungsmitglied des bundesweiten wertkritischen Politzirkels „WertNix!"
1992-1994 Zivildienst AWO Karlsruhe, mobile Alten- u. Krankenpflege
1994 - 2000 Studium generale und prekäre Arbeitsverhältnisse
(Studien: Geschichte, Neue Deutsche Literatur, Philosophie, Gartenbauwissenschaften, Landschafts- u. Stadtplanung.
Lohnarbeiten: Taxifahrer, Fahrradkurier, Fahrer des DRK-Blutspendedienst; Alten- und Krankenpflege, Suppentütenkleber u.a.)
2000 Gründungsmitglied der stadtpolitischen Gruppe „freiraumbureau"
2000- 2004 Fachjournalist der ts redaktion, Berlin (www.tsredaktion.de)
2003 - 2004 Volontariat bei ts redaktion
2003 KLARA Journalistenschule (ehemals Henri-Nannen, Berlin)
seit 2004 selbstständig arbeitender Journalist im Bereich Stadt- u. Landschaftsplanung
diverse Fachartikel/Broschüren für Institutionen oder Fachmagazine:
Senatsverwaltung Berlin, Bauhaus Dessau, IBA Stadtumbau 2010, Bundeskulturstiftung Projekt „Schrumpfende Städte", Goethe-Institut, Heinrich Böll-Stiftung, Architektenkammer Sachsen, Kommunale Infothek, Baumeister, Bauwelt, DBZ, Garten + Landschaft, a-matter.com, und verschiedene regionale Tageszeitungen
2003/2004 Drehbuch u. Produktion „Nicht-Mehr | Noch-Nicht", (82 min, mit Daniel Kunle); Dokumentarfilm über schrumpfende Städte und den kulturellen Möglichkeitsraum städtischer Brachen
Seitdem zahlreiche Vortragsreisen u. Diskussionsveranstaltungen in Städten Deutschlands auf Einladung von Ministerien, Architektenkammern, Stiftungen, Kommunen, Landeszentralen für politische Bildung, Universitäten, Bürgerinitiativen etc.
2005/2006 Drehbuch u. Produktion Dokumentarfilm „Neuland" (75 min, mit Daniel Kunle), Geschichten aus der ostdeutschen Transformationslandschaft
Aktuell: 2006/2007 Drehbuch u. Produktion Film „Unternehmen Stadt" (mit Filmemacher Bernd Schoch), Agitprop gegen die Ideologie einer neoliberalen Stadt
Sein im Schein Filmproduktion
Die 2008 von Daniel Kunle und Holger Lauinger gegründete "Sein im Schein Filmproduktion" thematisiert vielfach die Konstruktion von Umwelt und sozialer Realität.
Die Filmemacher über ihre Filmproduktion:
"Wir nehmen Menschen und Widersprüchlichkeiten im realen Leben in den Fokus unserer Betrachtungen. In Filmen entwickeln wir Fragmente des Realen unter bestimmten Fragestellungen. Dazu favorisieren wir ästhetische Wahrnehmungen, die mehr an Authentizität statt Inszenierung orientiert sind. Mit Empathie für Personen und Situationen versuchen wir Inhalten die passende Form zu geben.
Unter der Maßgabe eines „ehrlichen Erzählens“ wählen wir Ästhetik, Gliederung und Komposition, die Bildauswahl und den Rhythmus eines Films. Im besten Fall dient ein formvollendeter Inhalt dem Zuschauer, vom Offensichtlichen zur Assoziation, ja vom Bild zum Imaginären zu gelangen."
Sein im Schein Filmproduktion