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Eindrücke vom Landeskonvent Baukultur am 12. Mai 2017 in Schwerin

   
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„Baukultur geht uns alle an! – erfolgreicher Landeskonvent Baukultur Mecklenburg-Vorpommern“

v.l.n.r. Joachim Brenncke, Christian Pegel, Reiner Nagel Foto: AK M-VGemeinsam mit Entscheidungsträgern aus den Kommunen, Wirtschaftsverbänden und engagierten Bürgern erörterten Architekten und Planer am 12. Mai 2017 in Schwerin die Entwicklung von Mecklenburg-Vorpommern, mit der Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raumes, durch die Beförderung mittels Baukultur.

Als erste Länderarchitektenkammer in Deutschland bot die Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern ein Format an, welches in Anlehnung an den „Konvent der Baukultur“ der Bundesstiftung Baukultur konzipiert worden ist. Anliegen dieses Landeskonventes Baukultur in M-V war es, alle an Baukultur Interessierte zusammenzubringen, um Projekte und verschiedene Akteure und Architekten aller Fachrichtungen miteinander zu vernetzen und den Erfahrungsaustausch zu vertiefen.

Der Präsident der Architektenkammer M-V Joachim Brenncke begrüßte die rund 120 Gäste des Landeskonvents im Goldenen Saal des Neustädtischen Palais in Schwerin und erläuterte den baukulturellen Sachstand sowie die Perspektiven aus Sicht der Architektenschaft. 

 „Mit dem Landeskonvent Baukultur wurde erfolgreich aufgezeigt, wie vielfältig und facettenreich das Thema Baukultur ist. Die vielen und wertvollen Gespräche auf Augenhöhe der Architektenschaft mit den zahlreichen engagierten Akteuren aus Politik, Kommunen und Verwaltung sowie Wirtschaft und Tourismus haben dies deutlich gemacht“, sagte Joachim Brenncke.

Der Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung in M-V, Christian Pegel bedankte sich für die Einladung, ein Grußwort auf dem ersten Landeskonvent Baukultur halten zu können. Zugleich äußerte er sich hoffnungsvoll, dass die Handlungsempfehlungen nicht ausschließlich den Abschluss des Landeskonvents, sondern auch den Auftakt für gemeinsame Aufgaben und deren Umsetzung kennzeichnen, um konkrete Ergebnisse für die baukulturelle Entwicklung in den ländlichen Regionen zu bewirken.

Der Vorsitzende der Bundesstiftung Baukultur, Reiner Nagel, stellte im Anschluss als Konventsgrundlage die Eckpunkte des Baukulturberichts 2016/2017 „Stadt und Land“ mit einem gesonderten Bezug auf Mecklenburg-Vorpommern vor. Anhand wissenschaftlicher Studien machte er darauf aufmerksam, dass u. a. täglich über 30 Millionen Menschen in Deutschland mit Baukultur konfrontiert seien. Für die Beförderung von Baukultur in Mecklenburg-Vorpommern wies Nagel auf mehrere Bereiche hin, welche für eine nachhaltige Weiterentwicklung zu beachten seien. Dazu gehören u. a. die verstärkte Belebung von Ortsmitten und Innenstadtbereichen, eine gute Gestaltung der Infrastruktur, beispielsweise bei Brücken oder Trassen der Strombeförderung, die kombinierte Beantragung von Fördermitteln, wie etwa die Städtebauförderung sowie eine gute Prozessqualität zu Beginn der Planung von Bauvorhaben, die auch als Phase Null bezeichnet wird. Mobile Gestaltungsbeiräte oder aber auch die Planerwerkstätten seien hier gute Instrumente, um gemeinsam auf Augenhöhe die bestmöglichen Lösungen zu entwickeln.

Am Nachmittag boten die acht moderierten „Werkstatt-Tische“ Gelegenheit für einen angeregten Austausch und intensive Diskussionen gemeinsam mit Architekten und Planern des Landes und führenden Vertretern aus Politik, Kommunen und Berufsverbänden sowie den regionalen Akteuren aus Wirtschaft, Planung und Bau. Anliegen der „Tischgespräche“ war es, sich unter anderem zu Fragen auszutauschen, wie Baukultur sowohl durch das Engagement des  Einzelnen wie auch durch Kommunen gefördert und umgesetzt werden kann. Daraus wurden Ideen, Anregungen und praxisorientierte Handlungsempfehlungen für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern erörtert, formuliert und im abschließenden Plenum als erste Thesen und Impulse durch die Moderatoren vorgestellt.
Joachim Brenncke beendete den Landeskonvent mit einem Dank an alle Teilnehmer, Moderatoren der Werkstätten und Gäste.

In seinem Resümee aus den vielen Erkenntnissen der Diskussionsrunden fasste Joachim Brenncke zusammen, dass das Land ganz besonders durch Baukultur eine Zukunft gestalten könne, von der alle in Mecklenburg-Vorpommern profitieren können.
Für die Architektenkammer ließen sich aus den Ergebnissen des Landeskonventes wichtige Aufgaben ableiten, wie zum Beispiel die Reaktivierung des mobilen Gestaltungsbeirates oder die Initiierung eines Erfahrungsaustausches für Gemeinden, die bereits eine Planerwerkstatt durchgeführt haben. Auch die Erstellung einer Baukulturfibel zu den Landesteilen Mecklenburg und Vorpommern wurde angeregt.

„Dass Baukultur ein wesentlicher Motor für eine zukunftsfähige und qualitätvolle Entwicklung der ländlichen Räume in Mecklenburg-Vorpommern ist und durch Architekten aller Disziplinen kompetent begleitet werden muss, ist auf dem ersten Landeskonvent Baukultur deutlich geworden“, resümierte Kammerpräsident Brenncke. Er freue sich  auf die gemeinsame Zusammenarbeit und künftige Begleitung des Themas Baukultur, denn: „Baukultur geht uns alle an!“, schloss Joachim Brenncke, Präsident der Architektenkammer M-V den Landeskonvent Baukultur in Schwerin.

Bericht im Deutschen Architektenblatt Regionalteil M-V 07-2017
DAB-Bericht - Landeskonvent Baukultur M-V (PDF)

Programm Landeskonvent Baukultur M-V (PDF)


Hintergrundinformationen
Konvent und Baukulturbericht der Bundesstiftung Baukultur

Die Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern bietet als erste Landesarchitektenkammer in Deutschland ein Format an, welches in Anlehnung an den „Konvent der Baukultur“ der Bundesstiftung Baukultur auf Landesebene konzipiert worden ist. Der jüngste Konvent der Bundesstiftung Baukultur fand vom 3. bis 5. November 2016 in Potsdam statt, mehr dazu unter www.bundesstiftung-baukultur.de.


Baukulturbericht 2016/2017 "Stadt und Land"
Baukulturbericht 2016/2017 „Stadt und Land“
der Bundesstiftung Baukultur (PDF/5 MB)

Für den Baukulturbericht 2016/2017 „Stadt und Land“ der Bundesstiftung Baukultur, welcher im Bundeskabinett behandelt und dann an Bundestag und -rat weitergeleitet wurde, konnten Potenziale und Erfordernisse vornehmlich für die Baukultur auf dem Land als „Zukunftsmarke“ herausgearbeitet werden. Daraus ergaben sich drei thematische Aufgabenfelder:
  • Vitale Gemeinden – Mehr Lebensqualität auf dem Land durch Baukultur schaffen
  • Infrastruktur und Landschaft – Aktive Gestaltung des Landschaftswandels im Ausgleich der Interessen Planungskultur und Prozessqualität
  • Mehr Qualität der gebauten Lebenswelt durch bessere Planung.