Pommersches Landesmuseum Graues Kloster
Mühlenstraße 15, Hansestadt Greifswald
Bauwerksdaten
Bruttogeschossfläche 8.000 m²
Umbauter Raum 32.000 m³
Planungszeit 1996-1998
Bauausführung 2001-2005
Baukosten 13 Mio €
Das zu bewertende Projekt ist der zweite Bauabschnitt einer außerordentlich umfangreichen Umnutzung einer ehemaligen Klosteranlage mit wechselvoller Baugeschichte in den letzten 500 Jahren. Am südöstlichen Rand der Greifswalder Innenstadt gelegen ist jetzt ein bedeutsames Museumsareal entstanden, das von drei Seiten zugänglich ist und neue Außenräume zur Stadt definiert. Schwerpunkte des zweiten Bauabschnittes sind der Umbau des früheren Armenhauses - ein klassizistischer Bau um einen engen Lichthof mit strenger orthogonaler Grundrissstruktur - zu Zentrum des Landesmuseums sowie die neue Verbindung zu der bereits länger fertig gestellten Gemäldegalerie. Auf der Ostseite waren dabei die mittelalterlichen Reste des Klosters zu integrieren. Letztere Aufgabe wird mit einer in der Dimension beeindruckenden gläsernen Halle gelöst, deren Fußbodenniveau leicht variiert und in die mit vielfältigen Details ausgestattete Treppen eingestellt sind. Gelungen fand die Jury den Umgang mit dem ehemaligen Armenhaus, der durch seine eindeutige Klarheit den Kern des alten Gebäudes auf dessen wesentliche Elemente reduziert und dabei atmosphärisch enorm gewinnt - wie Phönix aus der Asche. Die Detailarbeit ist angemessen elegant, wenn auch nicht immer praktisch für die Unterhaltungsarbeiten. Insgesamt stellt diese Museumszone, in der einst so gebeutelten Greifswalder Innenstadt, eine nachhaltige Bereicherung ihres durch alle Zeiten bedeutenden Geisteslebens dar.
Bauherr
Stiftung Pommersches Landesmuseum
Greifswald
Architekten
Planung Sunder-Plassmann Architekten
Am Hafen 3
24376 Kappeln
www.sunder-plassmann.com
Foto
Sunder-Plassmann Architekten