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Auftaktkonferenz: Modellvorhaben „Mecklenburg-Strelitz“ am 17. Juli 2017

Wie können sich Architektur und Tourismus konkret positiv beeinflussen? Welche Vorteile können sich daraus für die Entwicklung in der ländlichen Region ergeben? Und welche ersten Schritte werden angestrebt, um zeitgemäßes und regionaltypisches Bauen sowie die Tourismuswirtschaft künftig noch intensiver zu stärken?

Diese und weitere Fragestellungen wurden am 17. Juli 2017 anlässlich der Auftaktveran­staltung des Modellvorhabens „Mecklenburg-Strelitz - Baukultur im Wandel“ im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz diskutiert. An der Diskussion über Po­tenziale, Erwartungen und erste Umset­zungsschritte in diesem Forschungsfeld haben rund 30 Akteure und Multiplikatoren aus der Region Mecklenburg-Strelitz zusammen mit den Projekt­partnern Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Architektenkammer M-V, Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte sowie der Forschungsassistenz des Bundesbauministeriums teilgenommen.

Im Fokus der Veranstaltung standen die vielen positiven Wechselwirkungen von Baukultur und Tourismus in der Region Mecklenburg-Strelitz.

Projektpartner sind Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern, Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte e. V. und der Forschungsassistenz des Bundebauministeriums über Po­tenziale, Erwartungen und erste Maßnahmen.

Interdisziplinäres Arbeiten regionaler Aktuere
Mit dem ExWoSt-Forschungsfeld (Expe­rimenteller Wohnungs- und Städtebau) „Baukultur und Tourismus – Kooperation in der Region“ bringen das Bundesminis­terium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung regi­onale Akteure aus dem Baubereich und Tourismus zusammen, um „ein in­terdisziplinäres Arbeiten vor Ort zu bewirken“, erläuterte  Tina Hörmann, Forschungsassistentin des Büros HJPlaner aus Aachen und schilderte mögliche Forschungsfragen für künftige Untersuchungen in der Region.  

Benötigt werde außerdem „Mut, Gestaltungswille, innovatives Unternehmertum und Kooperationsfähigkeit, um Baukultur und qualitätvollen Tourismus im Land voranzubringen“, appellierte Joachim Brenncke, Präsident der Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern. Der Kammerpräsident stellte zu diesem Anlass die Bundes- sowie Landessicht auf das Thema „Baukultur und Tourismus“ vor und verwies auf bereits vorhandene und vielfach ausgezeichnete Architektur-Beispiele im Land.

Positive Wechselwirkungen
Zu den vielen positiven Wechselwirkungen von Baukultur mit der regionalen Tourismuswirtschaft sprach Bert Balke, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburgische Seenplatte e. V. Zukünftig setze der Tourismus stärker auf Qualität statt auf Quantität bei der touristischen Entwicklung der Regionen. Gerade „die Unternehmensnachfolge wird zunehmend eine Herausforderung und wichtige Aufgabe werden“, so Balke.  

Historische Bauwerke und moderne, regionaltypische Architektur
Die Region Mecklenburg-Strelitz verfügt über einen bedeutenden bauhistorischen Bestand, der besondere Prägung durch den großherzoglichen Architekten Friedrich Wilhelm Buttel fand. Darüber berichtete Lutz Braun, Architekt und Stadtplaner in seinem Statement zum Stand von Baukultur und Tourismus in der Region: „An diese wertvollen Zeugnisse sollte angeknüpft werden, wenn man künftig eine innovative und moderne regionaltypische Architektur mit Wiedererkennungswert speziell für die Region Seenplatte entwickeln wolle.“

Einig waren sich alle Beteiligten dieser ersten Veranstaltung, dass regionale Baukultur das zukünftige Fundament für einen qualitätvollen Tou­rismus in Mecklenburg-Vorpommern ist. Bei der künftigen Weiterentwicklung der Qualität beim Planen und Bauen und Tourismus sei es jedoch wichtig, „die Region Mecklenburg-Strelitz als Ganzes zu betrachten“, betonte Lutz Braun.
 
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Eindrücke vom Auftakt am 17.07.2017

   
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Modellvorhaben "Mecklenburg-Strelitz - historische Baukultur im Wandel"

Regionale Baukultur sollte und kann das zukünftige Fundament für einen qualitätvollen Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern sein.

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat zusammen mit den Projektpartnern Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern, Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte, Landestourismusverband Mecklenburg-Vorpommern durch eine gemeinsame Antragstellung im Rahmen von ExWoSt 2016 den Zuschlag für ein bundesweites Modellvorhaben erhalten.  

Das Modellvorhaben „Mecklenburg-Strelitz – historische Baukultur im Wandel“ ist eines von acht ausgewählten Modelvorhaben, die sich ursprünglich mit bundesweit 70 eingereichten Bewerbungen um die Teilnahme an dem ExWoSt-Forschungsfeld „Baukultur und Tourismus – Kooperation in der Region“ erfolgreich beworben haben.

Der Forschungszeitraum verläuft von 2017 bis 2019.

Weitere Modellvorhaben in Deutschland

Weitere Modellvorhaben sind u. a. die Elbe-Weser-Region, der Landkreis Lüchow-Dannenberg, die Region Schorfheide-Chorin (Landkreise Uckermark und Barnim), das Lausitzer Neisseland mit der Stadt Weißwasser, das Sauerland, die Stadt Mainbernheim und die „Kooperation Südschwarzwald“.



Ziele des Forschungsfeldes „Baukultur und Tourismus – Kooperation in der Region“

Dahinter steckt die Idee, dass sich Baukultur, das heißt gutes und zeitgemäßen Planen und Bauen, und Tourismus im ländlichen Raum wechselseitig positiv beeinflussen können. Gerade in ländlichen Regionen Deutschlands wird das gewinnbringende Potenzial einer Zusammenarbeit bislang zu wenig wahrgenommen. Dies soll sich im Ergebnis des Modellvorhabens ändern, auch für Mecklenburg-Vorpommern.

In diesen Modellvorhaben soll die Grundlage für dauerhafte Kooperationen und Netzwerke gelegt werden. Dies könnte zum Beispiel die Förderung der Entwicklung historischer und moderner Architektur zu touristischen Anziehungspunkten sein. Die Arbeit in den einzelnen Modellvorhaben dient auch dazu, für andere Regionen und Städte beispielgebende und motivierende Ergebnisse zu erarbeiten.  

ExWoSt-Forschungsfeld „Baukultur und Tourismus – Kooperation in der Region“
Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt) ist ein Forschungsprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), betreut vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR).

Mit dem ExWoSt-Forschungsfeld „Baukultur und Tourismus – Kooperation in der Region“ werden Akteure aus dem Baubereich und Tourismus zusammen gebracht, um das interdisziplinäre Arbeiten vor Ort stärker voranzubringen.

www.bbsr.bund.de
www.baukultour.de


 
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